Zwei Frauen, eine Haltung: Wie Anja Zachow und Ricarda Kletzin mit MOREDU Bildung persönlicher machen

Anja Zachow und Ricarda Kletzin haben sich nicht gesucht – aber beruflich gefunden. Kennengelernt haben sie sich bei ihrem Arbeitgeber, einem Bildungsträger in Schwerin, zunächst ganz pragmatisch: Anja übernahm die Elternzeitvertretung für Ricarda. Was als berufliche Zusammenarbeit begann, entwickelte sich schnell zu einem eingespielten Team mit einem gemeinsamen Verständnis von guter Bildungsarbeit.

Schon früh stellten beide fest, dass sie mehr verbindet als ein gemeinsamer Arbeitsplatz. Sie teilen hohe Ansprüche an Qualität, eine große Leidenschaft für Bildung und vor allem die Überzeugung, dass Menschen mehr sind als Aktenzeichen oder Teilnehmernummern. Für sie stehen die individuellen Bedürfnisse, Potenziale und Lebenswege ihrer Kundinnen und Kunden im Mittelpunkt.

Auch nachdem sich ihre beruflichen Wege zeitweise trennten, blieben sie im engen Austausch. Sie motivierten sich gegenseitig, unterstützten sich bei Herausforderungen und entwickelten ihre Ideen weiter. Gemeinsam verbindet sie bis heute ein klarer Wertekompass: Bildung muss hochwertig, persönlich und nahbar sein.

Der entscheidende Wendepunkt kam im November 2018. Die wachsende Unzufriedenheit mit Entwicklungen bei ihrem damaligen Arbeitgeber und der Wunsch, ihre eigenen Qualitätsstandards konsequent umzusetzen, führten zu einer mutigen Entscheidung: Warum länger warten, wenn man selbst gestalten kann? Aus dieser Überzeugung heraus gründeten sie ihr eigenes Bildungsunternehmen MOREDU.

Heute steht MOREDU für genau das, was beide von Anfang an antreibt: persönliche Betreuung, hohe fachliche Qualität und echte Nähe zu den Menschen.

Bildung mit Qualität, Nähe und Verlässlichkeit

Für besonderes soziales und zivilgesellschaftliches Engagement ausgezeichnet

Als Anja Zachow und Ricarda Kletzin MOREDU gründeten, hatten sie eine klare Vorstellung davon, was sie in der Bildungslandschaft anders machen wollten: Bildung sollte sich konsequent an den Menschen orientieren, nicht an Prozessen, Kennzahlen oder möglichst effizienten Abläufen. Deshalb entschieden sie sich bewusst für Präsenzunterricht, obwohl dieser organisatorisch und wirtschaftlich deutlich anspruchsvoller ist. Für die beiden Gründerinnen entsteht nachhaltiges Lernen dort, wo echte Begegnungen stattfinden. Dazu gehören nicht nur moderne und angenehme Seminarräume, sondern auch eine Atmosphäre, in der sich Teilnehmende, Auftraggebende und Mitarbeitende gleichermaßen wertgeschätzt fühlen.

Ihr Anspruch reicht dabei weit über die reine Wissensvermittlung hinaus. MOREDU soll ein Ort sein, an dem Menschen Orientierung finden, Selbstvertrauen entwickeln und sich fachlich wie persönlich weiterentwickeln können. Qualität, Zuverlässigkeit und persönliche Betreuung sind deshalb keine Schlagworte, sondern gelebte Praxis.

„Unser Anspruch war von Anfang an: Wir möchten das, was wir versprechen, auch wirklich leben. Qualität darf nicht nur auf dem Papier stehen. Die Menschen sollen zu uns kommen, sich wohlfühlen, Vertrauen fassen und im besten Fall etwas mitnehmen, das sie auch in ihrem Leben weiterbringt.“

Doppelspitze als gelebte Stärke

Anja Zachow und Ricarda Kletzin führen MOREDU bewusst gemeinsam. Entscheidungen werden zusammen getroffen, Ideen weitergedacht und Verantwortung geteilt. Gerade im Unternehmertum sehen sie darin einen großen Vorteil. Erfolge können gemeinsam gefeiert, Herausforderungen gemeinsam bewältigt und schwierige Entscheidungen gemeinsam getragen werden. Der regelmäßige Austausch sorgt dafür, dass verschiedene Perspektiven einfließen und tragfähige Lösungen entstehen.

Dabei hat sich die Rollenverteilung im Laufe der Jahre stetig gewandelt. Zu Beginn war Anja vor allem für Organisation, Planung, Zertifizierungen und interne Strukturen zuständig. Ricarda war stärker nach außen sichtbar, pflegte Netzwerke und repräsentierte das Unternehmen. Heute zeigen sich beide bewusst als Gesichter von MOREDU. Statt an einmal festgelegten Zuständigkeiten festzuhalten, richten sie ihre Rollen immer wieder an den aktuellen Anforderungen des Unternehmens aus.

„Der größte Vorteil unserer Doppelspitze ist, dass wir Verantwortung teilen können. Wir sind nicht allein mit Entscheidungen, Erfolgen oder schwierigen Momenten. Da ist immer jemand, der mitdenkt, mitträgt und ehrlich zurückspiegelt.“

Gleiche Haltung, unterschiedliche Stärken

Was die beiden verbindet, ist ihre gemeinsame Haltung. Was sie erfolgreich macht, sind ihre unterschiedlichen Stärken. Während Anja vor allem die Prozesse und Strukturen im Blick hat, sorgt sie dafür, dass das Unternehmen organisatorisch sicher aufgestellt ist. Buchhaltung, Finanzen, Konzepte, Zertifizierungen und strategische Abläufe gehören zu ihrem Verantwortungsbereich. Mit einem Augenzwinkern beschreibt sie sich selbst als diejenige, „die die Kreuze an der richtigen Stelle setzt“. Ricarda hingegen ist besonders stark in der Kommunikation und im Aufbau von Beziehungen. Sie vernetzt Menschen, präsentiert Ideen und bringt die Themen von MOREDU nach außen. Darüber hinaus verantwortet sie die Bereiche Marketing und Personal, konzipiert Firmenschulungen und leitet den Bereich Kita-Fachberatung.

„Bei Ricarda drückt man auf den Knopf, und sie erzählt alles, was man braucht“, sagt Anja schmunzelnd.

„Wir ticken in den wichtigen Dingen gleich, aber wir sind unterschiedlich genug, um uns wirklich gut zu ergänzen.“

Führung mit Transparenz und Klarheit

Wie sie führen, beantworten Anja Zachow und Ricarda Kletzin mit drei Worten: transparent, verlässlich und auf Augenhöhe. Entscheidungen werden offen besprochen, unterschiedliche Aspekte ausgetauscht und neue Vorhaben gemeinsam mit dem Team entwickelt. Dabei ist es beiden wichtig, dass Mitarbeitende verstehen, warum Entscheidungen getroffen werden und welche Ziele das Unternehmen verfolgt. Gleichzeitig sehen sie gute Führung nicht als reinen Mitbestimmungsprozess. Beteiligung braucht aus ihrer Sicht ebenso Orientierung und klare Verantwortlichkeiten. Mitarbeitende sollen eigene Ideen einbringen können, gleichzeitig aber die Sicherheit haben, sich auf verbindliche Strukturen verlassen zu können.

„Wir führen transparent und klar. Unser Team soll beteiligt sein, aber auch wissen, woran es ist.“

Bildung als Beitrag zur Fachkräftesicherung

Für Anja Zachow und Ricarda Kletzin bedeutet Bildung weit mehr als die Vermittlung von Wissen. Sie sehen darin die Chance, Menschen Perspektiven zu eröffnen und berufliche Entwicklung zu ermöglichen. Besonders im Gesundheits- und Pflegebereich zeigt sich für sie, wie wichtig gute Aus- und Weiterbildung ist. Gut qualifizierte Fachkräfte stärken nicht nur ihre eigenen beruflichen Möglichkeiten, sondern auch die Qualität in den Einrichtungen und Unternehmen. Mit MOREDU leisten die beiden Unternehmerinnen damit einen Beitrag, der weit über den Unterricht hinausgeht. Sie investieren in Menschen – und damit auch in die Zukunft des Arbeitsmarktes in Mecklenburg-Vorpommern.

„Gute Bildung ist ein wichtiger Baustein der Fachkräftesicherung. Wenn Menschen qualifiziert ausgebildet werden, steigt auch die Qualität in den Unternehmen.“

Sichtbar sein, um anderen Mut zu machen

Für Anja Zachow und Ricarda Kletzin gehört Sichtbarkeit zur unternehmerischen Verantwortung dazu. Nicht, weil sie sich selbst in den Mittelpunkt stellen möchten, sondern weil sie zeigen wollen, was möglich ist: zwei Frauen, die gemeinsam gegründet haben, Verantwortung übernehmen und ihren eigenen Weg erfolgreich gegangen sind. Gerade deshalb möchten sie andere Frauen ermutigen, sichtbar zu werden – mit ihren Ideen, Kompetenzen und Ambitionen. Denn Sichtbarkeit schafft Vorbilder, öffnet Türen und macht anderen Mut, den eigenen Weg zu gehen.

„Sichtbarkeit heißt für uns: anderen Frauen zu zeigen, dass es möglich ist.“

Wenn sie Frauen etwas mit auf den Weg geben möchten, die über eine Führungsrolle oder die Selbstständigkeit nachdenken, dann vor allem dies: anfangen. Nicht alles muss von Beginn an perfekt geplant sein. Vieles entsteht erst unterwegs – durch Ausprobieren, Lernen und die Bereitschaft, den nächsten Schritt zu gehen. Auch ihr eigener Weg war nicht frei von Herausforderungen. Die Corona-Pandemie, die Energiekrise und wirtschaftliche Unsicherheiten stellten das Unternehmen vor immer neue Aufgaben. Doch statt sich entmutigen zu lassen, suchten sie nach Lösungen, holten sich Unterstützung und blickten konsequent nach vorn. Heute beschäftigt MOREDU 23 Mitarbeitende – eine Entwicklung, die sie sich bei der Gründung selbst kaum vorstellen konnten.

„Seid mutig, macht einfach und bildet Banden. Man muss nicht alles allein schaffen, aber man sollte sich manchmal mehr zutrauen, als man selbst glaubt.“

Der schönste MOREDU-Moment

Fragt man Anja Zachow und Ricarda Kletzin nach ihrem schönsten gemeinsamen MOREDU-Moment, fallen ihnen zunächst viele Meilensteine ein: das erste Fahrzeug für die Mitarbeitenden, die ersten eigenen Räume oder wichtige Entwicklungsschritte des Unternehmens. Besonders in Erinnerung geblieben ist ihnen jedoch das fünfjährige Firmenjubiläum. In ihrem ursprünglichen Businessplan hatten sie einst ein bescheidenes Ziel formuliert: Innerhalb von fünf Jahren wollten sie einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz schaffen. Als sie fünf Jahre später gemeinsam mit ihrem Team auf dieses Jubiläum blickten, wurde ihnen bewusst, wie weit sie gekommen waren. 25 Mitarbeitende sowie zahlreiche freiberufliche Dozentinnen und Dozenten gehörten damals bereits zu MOREDU.

„Fünf Jahre später standen wir mit unserem Team da und haben erst richtig begriffen, was wir geschaffen haben.“

Ein Sinnbild für ihre Zusammenarbeit ist bis heute ihr gemeinsames Büro – ausgerechnet das kleinste im gesamten Unternehmen. Mehrfach haben sie über Veränderungen nachgedacht und sich doch immer wieder bewusst dagegen entschieden. Für beide steht dieser Raum für Austausch, kurze Wege und das gute Gefühl, wichtige Entscheidungen nicht allein tragen zu müssen.

Vielleicht beschreibt genau das ihre Geschichte am besten: Aus einer mutigen Entscheidung zweier Frauen entstand ein Unternehmen, das Menschen Perspektiven eröffnet und Bildung persönlich gestaltet.

Damit sind Anja Zachow und Ricarda Kletzin KlasseFrauen im besten Sinne: nicht weil ihr Weg frei von Herausforderungen war, sondern weil sie ihn mit Mut, Haltung und Überzeugung gemeinsam gegangen sind.

Was verbinden Sie mit dem Begriff "Tapetenwechsel"?

»Wir reisen beide unheimlich gern und lieben es, neue Orte zu entdecken. Aber manchmal braucht es gar keine große Reise: Auch am Schweriner See haben wir beide unser ganz persönliches Plätzchen im Grünen«

Was verbinden Sie mit dem Begriff "Einzigartig"?

»Eigentlich ist jeder Mensch auf seine Weise einzigartig. Uns beide macht vor allem unser Zusammenspiel aus: Zwei Frauen an der Spitze, die unterschiedlich sind, sich aber gerade deshalb richtig gut ergänzen.«

Was verbinden Sie mit dem Begriff "Lieblingsplatz"?

»Unsere Lieblingsplätze sind ganz nah: direkt bei uns im Unternehmen auf der Fensterbank. Von dort schauen wir entweder auf den Pfaffenteich oder in Richtung Bahnhof. Das sind kleine Rückzugsorte mitten im Arbeitsalltag, kurz hinsetzen, hinausschauen, die Gedanken schweifen lassen und einmal durchatmen.«

Steckbrief

Name:
Links: Anja Zachow

Rechts: Ricarda Kletzin

Jahrgang:
Anja Zachow: 1971

Ricarda Kletzin: 1979

Anzahl Kinder:

Anja Zachow: 2 Kinder 1999/2002

Ricarda Kletzin: 2 Kinder 2013/2011

Hobbies:

Anja Zachow: Backen und Kochen

Ricarda Kletzin: Natur und Wandern

Ehrenamtliche Tätigkeiten:

Anja Zachow: Buchprüferin bei Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.

Ricarda Kletzin: Regionalleitungsmitglied beim Unternehmerverband Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e.V.

Branche / Unternehmen:
Bildung

Position:
Inhaberinnen/ Geschäftsführerinnen

Schwerpunkte der aktuellen Tätigkeit:
Anja Zachow: QM und Zertifizierung, Buchhaltung, Coaching

Ricarda Kletzin: Personal und Marketing

Ggf. ergänzende Aufgaben:

Kita-Fachberatung

Wie viele Mitarbeiter/innen sind Ihnen unterstellt?
24 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen