Yvette Dinse im Interview

Was ist eigentlich Kontor VII?

»Kontor VII ist mein Unternehmen – eine Einzelunternehmung, die ich 2011 in Rostock gegründet habe. Mit den Bereichen Unternehmensberatung und Projektservice. Ich begleite Gründerinnen und Unternehmerinnen in der Gründungsvorbereitung, Unternehmensentwicklung und Nachfolge. Mein Ansatz ist bewusst ganzheitlich: Für mich gehören betriebswirtschaftliche Aspekte und die jeweilige Lebenssituation einer Frau untrennbar zusammen. Viele Frauen kommen mit großartigen Ideen zu mir – aber wenn diese Idee nicht zur Lebensphase und zum persönlichen Alltag passt, entstehen unnötige Belastungen. Ich möchte, dass Gründung stärkt – nicht überfordert.«

Wie kam es dazu, dass Sie gegründet haben?

»Meine berufliche Geschichte ist eng mit der Wendezeit verbunden. Ich bin Verkehrskauffrau, habe studiert und stand plötzlich – wie so viele – vor der Frage: Was jetzt? Ich war in verschiedenen Bereichen tätig, von Werbeagentur über das RKW (Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft e.V.) bis zum IDB (Institut für Datenverarbeitung und Betriebswirtschaft). Beim RKW und habe ich erstmals intensiv mit Gründungsförderung zu tun gehabt. Diese Aufbruchstimmung damals, die Möglichkeit, Menschen in die Selbstständigkeit zu begleiten, hat mich gepackt. Parallel zu meinem Job startete ich bereits früh in eine nebenberufliche Selbstständigkeit und merkte, wie sehr mich dieses Thema antreibt. Irgendwann war klar: Ich möchte meine eigene Beratung aufbauen – mit all dem Wissen und den Erfahrungen, die ich über Jahre sammeln konnte.«

Wie begleiten Sie Frauen?

»Manchmal bedeutet Beratung auch, ehrlich zu sagen: „Jetzt ist nicht der richtige Moment.“ Wenn eine Frau gesundheitlich erschöpft ist oder familiär stark eingebunden, muss erst Stabilität entstehen, bevor eine Gründung tragen kann. In anderen Fällen entwickeln wir Stufenmodelle oder suchen Kooperationspartnerinnen, um ein Projekt realistisch und machbar zu gestalten. Ich habe über die Jahre unzählige Frauen begleitet – aus abhängiger Beschäftigung, aus Arbeitslosigkeit, aus Nebenberufen, aus persönlichen Umbrüchen heraus. Jede bringt ihre eigene Geschichte mit. Genau das macht meine Arbeit so wertvoll.«

Welche Gründungsideen begegnen Ihnen?

»Die Vielfalt ist groß: Erlebnisbäckerei und Patisserie, nachhaltige Goldschmiedekunst, Eventmanagerinnen, Friseurhandwerk mit ökologischen Produkten, Fischimbiss auf einem Kutter, Einzelhandelsgeschäfte, barrierefreies Bauen, Feng-Shui Beratung für Innenraumdesign, Maschinenbau im Schiffbau, Autorinnen, Yogalehrerinnen, Produktdesign, Landwirtinnen mit eigenem Hofladen, Ernährungsberaterinnen, Privatdozentinnen und viele andere. Oft geht es darum, Lösungen für das unmittelbare Umfeld zu schaffen – und dabei einen Platz für sich selbst.«

Wie arbeiten Sie heute?

»Ich habe zeitweise Mitarbeitende gehabt, arbeite inzwischen aber bewusst über Kooperationen. Expertinnen zusammenzubringen, flexibel auf Projekte zu reagieren und agil zu arbeiten, passt für mich besser zu den heutigen Anforderungen als der Aufbau eines großen Teams. Neben meiner Einzelberatung biete ich Seminare und Workshops zu den Gründungsthemen und für die Unternehmensentwicklung an. Ich entwickle, konzipiere und leite geförderte Projekte – aktuell zum Beispiel das bundesweite bga-Projekt Frau-Handwerk-Nachfolge, das vom BMBFSFJ gefördert wird. Außerdem unterstütze ich die Verbreitung der KITE-App, dies erfolgt in Kooperation mit den bga-Regionalverantwortlichen aller Bundesländer.«

Gab es prägende Momente in Ihrem Leben?

»Ja. Besonders geprägt hat mich meine Mentorin aus meiner Zeit beim RKW, eine erfahrene Frau, die mich in Netzwerke eingeführt hat und an mich geglaubt hat. Auch Rückschläge gehörten dazu – die Wendezeit mit zwei kleinen Kindern war eine enorme Herausforderung. Heute sehe ich darin die Kraftquelle für meinen beruflichen Weg.«

Gratulation, 2025 erfolge die Auszeichnung Frau des Jahres 2025 in M-V. Was haben die Nominierung und die Auszeichnung in Ihnen ausgelöst und auch verändert?

»Der Anruf der Ministerin erreichte mich mitten in der Planung einer Bundesveranstaltung. Erst langsam drang die Bedeutung durch. Ich dachte wirklich, das müsse ein Irrtum sein. Doch es war keiner. Die Vorstandsfrauen des Vereins Frauen in der Wirtschaft haben mich vorgeschlagen. Diese Wertschätzung rührt mich bis heute. Und die Auszeichnung hat sichtbar gemacht, was über Jahrzehnte gewachsen ist.«

Was wünschen Sie sich für die Zukunft von Frauen und für Frauen?

»Ich wünsche mir, dass Frauen in fünf oder zehn Jahren selbstverständlich gleiche Chancen, Sichtbarkeit und Sicherheit haben – beruflich wie gesellschaftlich. Dabei ist es hilfreich, wenn Frauen sich vernetzen, Erfahrungen weitergeben und einander stärken. Konkret wünsche ich mir eine feste Anlaufstelle für Gründerinnen: ein Ressourcencenter, das Orientierung, Netzwerk und Sicherheit bietet. Diese Idee begleitet mich seit 2002 und trägt mich bis heute und auch für die Zukunft.«

Was verbinden Sie mit dem Begriff Tapetenwechsel

»Ein Tapetenwechsel ist für mich Abstand vom Alltag, um Neues klarer zu sehen.«

Was verbinden Sie mit dem Begriff Einzigartigkeit

»Der Begriff Einzigartigkeit bedeutet für mich, dass jeder Mensch etwas Individuelles in sich trägt und seinen eigenen Weg zum Erfolg hat.«

Was ist Ihr Lieblingsplatz?

»Mit dem Begriff Lieblingsplatz verbinde ich Orte, wo ich Weite sehe – auf einem Berggipfel oder am Meer. Orte, an denen meine Gedanken reisen dürfen.«

Steckbrief

Name:
Yvette Dinse

Jahrgang:
1962

Anzahl Kinder:
2 Kinder

Hobbies:
Wandern, Zeit in der Natur verbringen, Lesen und Fotografie

Ehrenamtliche Tätigkeiten:
bundesweite gründerinnenagentur (bga)-Regionalverantwortliche MV, Präsidentin Frauen in die Wirtschaft e.V., Mitglied im Unternehmerverband Rostock, Beirat des Landesmarketing MV

Branche / Unternehmen:
Unternehmensberatung

Position:
Inhaberin Kontor VII

Schwerpunkte der aktuellen Tätigkeit:
Ganzheitliche Unternehmensberatung, Projektentwicklung und -service, Netzwerkpflege

Besondere Projekte:
Projektleiterin bundesweites bga-Projekt „Frau-Handwerk-Nachfolge“, Mitwirkung bei der Verbreitung der KITE App (eines von der Hochschule Heilbronn in Kooperation mit der bga entwickelten Serious Games, das mithilfe feministischer KI-Methoden Selbstbehauptung, Grenzsetzung und Verhandlung im Gründungskontext trainierbar macht)

Wie viele Mitarbeiter/innen sind Ihnen unterstellt?
Kooperationsorientierte Personalstruktur

Anzahl begleiteter Gründerinnen:
Bis heute haben durch meine Arbeit mehrere tausend Gründerinnen den Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit gefunden.

Yvette Dinse – Mit Weitblick und Herz für Gründerinnen

Kathrin Schultka – Geschäftsführerin der Ostsee-Zeitung GmbH & Co. KG

Sophia Frederike Hammer – NOVA Campus

Dr. med. Elpiniki Katsari – Universitätsmedizin Greifswald

Kati Wolfgramm

Melanie Rocksien-Riad

Ute Römer – Vorständin bei den Stadtwerken Rostock

Nadine Förster

Kristina Timmermann – Geschäftsführerin der Kinderzentrum Mecklenburg gGmbH

Andrea Juhnke – Geschäftsführerin Juhnke Baumarkt- und Baustoffhandel GmbH & Co. KG

Katja Rumstich – Gesellschafterin Volker Rumstich Transport GmbH

Yvonne Groth – Geschäftsführerin der IBS Technik GmbH

Martina Fregin – KKF Gesellschaft für Klima- und Kältetechnik mbH

Dr. Jördis Frommhold – MEDIAN Klinik in Heiligendamm

Kathrin Pörsch – HAB Hallen- und Anlagenbau GmbH

Silvia Kohlmann – envitecpro GmbH

Karen Went – VETEC Zerspanungs- und Feinwerktechnik GmbH

Katharina Clausohm – Clausohm-Software GmbH Neverin

Marion Schael – Kunstmuseum Ahrenshoop

Daniela See – Transformations- und Entwicklungscoaching

Annett Mülling – Geschäftsführerin der Wohlfahrtseinrichtungen

Marion Löning – Edith-Stein-Schule in Ludwigslust

Marjon Hopman-Wolthuis – Schloss Basthorst

Marjon Hopman-Wolthuis – Inhaberin Schloss Basthorst

„Falsche Entscheidungen gibt es nicht! Denn Entscheidungen sind der Weg, um Erfahrungen zu machen. Und Erfahrungen machen weiser und stärker.“
Eine starke Aussage von Marjon Hopman-Wolthuis.

Die gebürtige Niederländerin aus Dedemsvaart, nah an der deutschen Grenze, ist Inhaberin und Geschäftsführerin von Schloss Basthorst, einem Hotel mit mehr als 80 Angestellten. Auf der Suche vor 17 Jahren nach einem Hotel ist sie auf das Schloss Basthorst aufmerksam geworden, was seinerzeit einen neuen Betreiber suchte. Spontan verliebte sich Marjon Hopmann-Wolthuis in das Schloss und die Landschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Das Hotel – für sie ein Ort, an dem sich Menschen wohl fühlen sollen. Aus den Beziehungen mit Menschen schöpft die vierfache Mutter ihre Kraft.

Vorgelebt haben ihr das ihre Eltern, über die sie erzählt:

»Meine Eltern haben mich immer gefördert. Sie waren beide große Vorbilder für mich. Meine Mutter – auch Mutter von 4 Kindern – ist eine starke, hart arbeitende Frau. Sie hat es geschafft, für uns als Familie da zu sein. Mein Vater hatte einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb. Ich bewundere seine tolle Lebens- und Arbeitseinstellung. Er hat immer hart gearbeitet, sich nicht verrückt machen lassen und immer den Blick nach vorne gerichtet. Jetzt sorgen meine Kinder dafür, dass ich auch den Blick nach vorne haben muss und will. Sie geben mir die Kraft und die Liebe, um weiter zu machen, nicht aufzugeben.«

Marjon Hopman-Wolthius im Interview

Neben ihrer großen Familie und dem eigenen, stets wachsenden Hotel findet sie Zeit für mannigfaltige ehrenamtliche Tätigkeiten: im Arbeitskreis SchuleWirtschaft in Sternberg, bei der IHK-Vollversammlung, Arbeitskreis Bildung sowie in den Ausschüssen Tourismus und Berufsausbildung. Außerdem ist sie aktives Mitglied im Elternrat der Schule. Da stellt sich die Frage, wie Marjon Hopman-Wolthuis das alles schafft.

Sie verrät ihre Erfolgsformel, die lautet:

»Bleibe immer du selbst, achte auf deine Gesundheit und hole dir Hilfe. Du musst nicht alles allein machen. Hol dir die Hilfe, die Du brauchst! Das könnte auf der Arbeit sein, dass könnte mental sein z.B. mit einer Mentorin oder einem Mentor oder einem Coach. Das kann aber auch im Haushalt sein. Es ist alles in Ordnung.
Auch ein Ausgleich sei enorm wichtig, denn nur wenn du dich selbst gut fühlst und für dich sorgst, kannst du auch gut zu den anderen sein und das ist wiederum gut für deinen Erfolg.«

Darum ist ihr Motto mit vier Kindern:

„If Mommy ain’t happy, nobody is happy.“

"Hol Dir Hilfe, wenn Du sie brauchst."

Was verbinden Sie mit dem Begriff "Lieblingsplatz"?

Marjon Hopman-Wolthuis tankt in der Natur auf. Sie schwärmt über Mecklenburg-Vorpommern.
»Der Wald hier ist großartig. Ich gehe öfter laufen oder spazieren. Den Effekt, den ich dabei spüre: Ich gehe immer mit vielen Gedanken in den Wald herein und komme gedankenfrei wieder zurück«, so die Naturliebhaberin. »Manchmal gehe ich auf den Hochsitz und beobachte die Natur. Da fühle ich mich sehr frei und klein. Das hilft enorm, um die Probleme, die ich habe, zu relativieren.«

Was ist Ihr Lieblingsplatz?

Die kleine Veranda im Schlosshotel:
»Sie hat so eine schöne gemütliche und kuschelige Atmosphäre. Ich schwärme für den Blick aus dem Fenster auf den Schlosspark, denn der ist immer wieder anders, weil die Natur sich ständig ändert. Und diese Veränderungen sind wichtig – auch im Business. So wie frischer Wind in der Hotel-Einrichtung guttut, ist es auch im Leben. Wir können alle starr bleiben und weitermachen, so wie wir es immer schon gemacht haben. Aber irgendwann bleiben wir dann hängen und kommen nicht vorwärts.«

Was verbinden Sie mit dem Begriff "Tapetenwechsel"?

»Ein Tapetenwechsel ist immer wichtig, es passt übrigens auch gut zum Thema Frauen und Führung. Wir sind immer noch sehr gewohnt, dass ein Mann der Chef ist. Das ist auch prima. Aber genauso prima ist es, wenn eine Frau die Chefin ist. Daran müssen die Männer sich gewöhnen, aber auch die Frauen!«

Was verbinden Sie mit dem Begriff "Einzigartigkeit"?

»Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder Mensch hat seine Stärken und Vorlieben. Und genau diese sollte man erkennen und fördern, die Menschen ermutigen, diese zu nutzen.«

Steckbrief

Name:
Marjon Hopman-Wolthuis

Jahrgang:
1977

Anzahl Kinder:
4 Kinder, 14, 12, 10 und 5 Jahre alt

Hobbies:
Laufen, im Wald spazieren, Jagd

Ehrenamtliche Tätigkeiten:
Arbeitskreis Schule/Wirtschaft Sternberg, IHK Vollversammlung, Arbeitskreis Bildung, Ausschuss Tourismus, Ausschuss Berufsausbildung, Elternrat Schule, Mentorin im Netzwerk „Aufstieg in Unternehmen – Mentoring für Frauen in der Wirtschaft in MV“

Branche / Unternehmen:
Hotel und Gaststättengewerbe

Position:
Inhaberin / Geschäftsführerin

Schwerpunkte der aktuellen Tätigkeit:
Personalmanagement, Sales & Marketing, Controlling, Renovierung und Neuausstattung des Hotels

Wie viele Mitarbeiter/innen sind Ihnen unterstellt?
80 Mitarbeiter/innen und saisonale Aushilfskräfte

Marjon Hopman-Wolthuis – Inhaberin Schloss Basthorst

„Falsche Entscheidungen gibt es nicht! Denn Entscheidungen sind der Weg, um Erfahrungen zu machen. Und Erfahrungen machen weiser und stärker.“
Eine starke Aussage von Marjon Hopman-Wolthuis.

Die gebürtige Niederländerin aus Dedemsvaart, nah an der deutschen Grenze, ist Inhaberin und Geschäftsführerin von Schloss Basthorst, einem Hotel mit mehr als 80 Angestellten. Auf der Suche vor 17 Jahren nach einem Hotel ist sie auf das Schloss Basthorst aufmerksam geworden, was seinerzeit einen neuen Betreiber suchte. Spontan verliebte sich Marjon Hopmann-Wolthuis in das Schloss und die Landschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Das Hotel – für sie ein Ort, an dem sich Menschen wohl fühlen sollen. Aus den Beziehungen mit Menschen schöpft die vierfache Mutter ihre Kraft.

Vorgelebt haben ihr das ihre Eltern, über die sie erzählt:

»Meine Eltern haben mich immer gefördert. Sie waren beide große Vorbilder für mich. Meine Mutter – auch Mutter von 4 Kindern – ist eine starke, hart arbeitende Frau. Sie hat es geschafft, für uns als Familie da zu sein. Mein Vater hatte einen eigenen Landwirtschaftsbetrieb. Ich bewundere seine tolle Lebens- und Arbeitseinstellung. Er hat immer hart gearbeitet, sich nicht verrückt machen lassen und immer den Blick nach vorne gerichtet. Jetzt sorgen meine Kinder dafür, dass ich auch den Blick nach vorne haben muss und will. Sie geben mir die Kraft und die Liebe, um weiter zu machen, nicht aufzugeben.«

Marjon Hopman-Wolthius im Interview

Neben ihrer großen Familie und dem eigenen, stets wachsenden Hotel findet sie Zeit für mannigfaltige ehrenamtliche Tätigkeiten: im Arbeitskreis SchuleWirtschaft in Sternberg, bei der IHK-Vollversammlung, Arbeitskreis Bildung sowie in den Ausschüssen Tourismus und Berufsausbildung. Außerdem ist sie aktives Mitglied im Elternrat der Schule. Da stellt sich die Frage, wie Marjon Hopman-Wolthuis das alles schafft.

Sie verrät ihre Erfolgsformel, die lautet:

»Bleibe immer du selbst, achte auf deine Gesundheit und hole dir Hilfe. Du musst nicht alles allein machen. Hol dir die Hilfe, die Du brauchst! Das könnte auf der Arbeit sein, dass könnte mental sein z.B. mit einer Mentorin oder einem Mentor oder einem Coach. Das kann aber auch im Haushalt sein. Es ist alles in Ordnung.
Auch ein Ausgleich sei enorm wichtig, denn nur wenn du dich selbst gut fühlst und für dich sorgst, kannst du auch gut zu den anderen sein und das ist wiederum gut für deinen Erfolg.«

Darum ist ihr Motto mit vier Kindern:

„If Mommy ain’t happy, nobody is happy.“

"Hol Dir Hilfe, wenn Du sie brauchst."

Was verbinden Sie mit dem Begriff "Lieblingsplatz"?

Marjon Hopman-Wolthuis tankt in der Natur auf. Sie schwärmt über Mecklenburg-Vorpommern.
»Der Wald hier ist großartig. Ich gehe öfter laufen oder spazieren. Den Effekt, den ich dabei spüre: Ich gehe immer mit vielen Gedanken in den Wald herein und komme gedankenfrei wieder zurück«, so die Naturliebhaberin. »Manchmal gehe ich auf den Hochsitz und beobachte die Natur. Da fühle ich mich sehr frei und klein. Das hilft enorm, um die Probleme, die ich habe, zu relativieren.«

Was ist Ihr Lieblingsplatz?

Die kleine Veranda im Schlosshotel:
»Sie hat so eine schöne gemütliche und kuschelige Atmosphäre. Ich schwärme für den Blick aus dem Fenster auf den Schlosspark, denn der ist immer wieder anders, weil die Natur sich ständig ändert. Und diese Veränderungen sind wichtig – auch im Business. So wie frischer Wind in der Hotel-Einrichtung guttut, ist es auch im Leben. Wir können alle starr bleiben und weitermachen, so wie wir es immer schon gemacht haben. Aber irgendwann bleiben wir dann hängen und kommen nicht vorwärts.«

Was verbinden Sie mit dem Begriff "Tapetenwechsel"?

»Ein Tapetenwechsel ist immer wichtig, es passt übrigens auch gut zum Thema Frauen und Führung. Wir sind immer noch sehr gewohnt, dass ein Mann der Chef ist. Das ist auch prima. Aber genauso prima ist es, wenn eine Frau die Chefin ist. Daran müssen die Männer sich gewöhnen, aber auch die Frauen!«

Was verbinden Sie mit dem Begriff "Einzigartigkeit"?

»Jeder Mensch ist einzigartig. Jeder Mensch hat seine Stärken und Vorlieben. Und genau diese sollte man erkennen und fördern, die Menschen ermutigen, diese zu nutzen.«

Steckbrief

Name:
Marjon Hopman-Wolthuis

Jahrgang:
1977

Anzahl Kinder:
4 Kinder, 14, 12, 10 und 5 Jahre alt

Hobbies:
Laufen, im Wald spazieren, Jagd

Ehrenamtliche Tätigkeiten:
Arbeitskreis Schule/Wirtschaft Sternberg, IHK Vollversammlung, Arbeitskreis Bildung, Ausschuss Tourismus, Ausschuss Berufsausbildung, Elternrat Schule, Mentorin im Netzwerk „Aufstieg in Unternehmen – Mentoring für Frauen in der Wirtschaft in MV“

Branche / Unternehmen:
Hotel und Gaststättengewerbe

Position:
Inhaberin / Geschäftsführerin

Schwerpunkte der aktuellen Tätigkeit:
Personalmanagement, Sales & Marketing, Controlling, Renovierung und Neuausstattung des Hotels

Wie viele Mitarbeiter/innen sind Ihnen unterstellt?
80 Mitarbeiter/innen und saisonale Aushilfskräfte

Yvette Dinse – Mit Weitblick und Herz für Gründerinnen

Kathrin Schultka – Geschäftsführerin der Ostsee-Zeitung GmbH & Co. KG

Sophia Frederike Hammer – NOVA Campus

Dr. med. Elpiniki Katsari – Universitätsmedizin Greifswald

Kati Wolfgramm

Melanie Rocksien-Riad

Ute Römer – Vorständin bei den Stadtwerken Rostock

Nadine Förster

Kristina Timmermann – Geschäftsführerin der Kinderzentrum Mecklenburg gGmbH

Andrea Juhnke – Geschäftsführerin Juhnke Baumarkt- und Baustoffhandel GmbH & Co. KG

Katja Rumstich – Gesellschafterin Volker Rumstich Transport GmbH

Yvonne Groth – Geschäftsführerin der IBS Technik GmbH

Martina Fregin – KKF Gesellschaft für Klima- und Kältetechnik mbH

Dr. Jördis Frommhold – MEDIAN Klinik in Heiligendamm

Kathrin Pörsch – HAB Hallen- und Anlagenbau GmbH

Silvia Kohlmann – envitecpro GmbH

Karen Went – VETEC Zerspanungs- und Feinwerktechnik GmbH

Katharina Clausohm – Clausohm-Software GmbH Neverin

Marion Schael – Kunstmuseum Ahrenshoop

Daniela See – Transformations- und Entwicklungscoaching

Annett Mülling – Geschäftsführerin der Wohlfahrtseinrichtungen

Marion Löning – Edith-Stein-Schule in Ludwigslust

Marjon Hopman-Wolthuis – Schloss Basthorst